Reiseführer Lago Maggiore - Gambarogno
Als Gambarogno bezeichnet man das Tessiner Nordostufer des Lago Maggiore, also die 10 km von der italienischen Grenze bis Magadino am Nordostende des Sees. Benannt ist diese Region nach dem Monte Gambarogno, der im Hinterland bis 1.739 m aufragt. |
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Die Dörfer des Gambarogno kann man in Seedörfer und Bergdörfer unterscheiden. |
Zwischen Piazzogna und Vairano liegt der Botanische Garten des Gambarogno (Parco Botanico del Gambarogno), in dem die große Pflanzenvielfalt des Lago Maggiore versammelt ist, vor allem Kamelien, Magnolien und Azaleen in allen Formen und Farben. In den Monaten März - April findet jedes Jahr eine Kamelien-Ausstellung im Botanischen Garten des Gambarogno statt.
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In eine ganz andere Welt führt eine kurvenreiche enge Bergstraße nach Indemini (930 m) hinauf. Über den Neggia-Paß (Alpe di Neggia, 1.395 m) zwischen dem Monte Gambarogno (1.739 m, Aufstieg 1,5 Stunden) und dem Monte Tamaro (1.967 m, Aufstieg 2,5 Stunden) hindurch, zeigt die Fahrt über die im Winter oft längere Zeit gesperrte Straße den alpinen Charakter des Gambarogno. Es ist eine Fahrt durch ausgedehnte Wälder und ohne Zeichen menschlicher Besiedlung. |
Indemini mit seinen nur noch wenigen Einwohnern liegt bereits an der italienischen Grenze, und es bietet sich an, durch das Val Veddasca nach Maccagno an den See hinunterzufahren.
Einige stattliche Gebäude aus dieser Zeit belegen dies, so der spätklassizistische Zentralbau der Kirche San Carlo oberhalb der Bahnlinie, zwei in ihr aufbewahrte Gemälde werden Bernardino Luini zugeschrieben (um 1512). In der Kirche San Carlo findet jedes Jahr im Juli ein Internationales Orgel Festival mit Konzerten weltberühmter Musiker statt.
Etwas nordöstlich erstreckt sich um die Ticino-Mündung die Magadino-Ebene (Piano di Magadino), vor der Flußkorrektur ein Sumpfland, heute ein intensiv genutztes Agrargebiet. Nur im direkten Mündungsbereich blieb mit der Bolle di Magadino ein Naturschutzgebiet erhalten, das mit seinen Altwasserarmen, Schilfgürteln, Tümpeln und Auwäldern ein artenreiches Biotop bildet mit vielen seltenen Vogelarten.
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